Natur erleben, voneinander lernen und neue Partnerschaften anstoßen: Bei der zweiten Ausgabe von „SNR auf Tour – Projekte suchen Partner“ war das Stiftungsnetzwerk Ruhr zu Gast bei der Bonnekamp Stiftung in Essen-Katernberg. Bei bestem Spätsommerwetter erhielten die Teilnehmenden Einblicke in einen besonderen Lern-, Begegnungs- und Naturort mitten im Ruhrgebiet.
Eine grüne Lichtung mitten im Essener Norden, Obstbäume, Beete und eine große Vielfalt an Pflanzen und Lebensräumen: Wer die Bonnekamphöhe in Essen-Katernberg betritt, lässt die Großstadt für einen Moment hinter sich. Rund drei Hektar umfasst der Natur- und Permakulturgarten, auf den die Bonnekamp Stiftung das Stiftungsnetzwerk Ruhr am 9. September eingeladen hatte.
Der Besuch fand im Rahmen der zweiten Ausgabe des neuen Formats „SNR auf Tour – Projekte suchen Partner“ statt. Die Idee: Stiftungen und Projekte aus der Region öffnen ihre Türen, stellen ihre Arbeit vor und kommen in kleiner Runde mit anderen Akteur ins Gespräch. So sollen gute Praxis sichtbar, Kooperationen angestoßen und neue Partnerschaften ermöglicht werden.
Vom verwilderten Gelände zum Lern- und Begegnungsort
Auf der Bonnekamphöhe konnten die Teilnehmenden unmittelbar erleben, was entstehen kann, wenn ökologische Ideen, bürgerschaftliches Engagement und langfristiges Denken zusammenkommen.
Aus einem ursprünglich verwilderten Gelände ist seit 2014 ein gemeinnütziger Lern-, Begegnungs- und Erfahrungsort entstanden. Den entscheidenden Anteil daran hat das ehrenamtliche Engagement vieler Menschen, die sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Geländes einsetzen.
Bei einer Führung über die Bonnekamphöhe stellten die Ehrenamtlichen ihre Arbeit vor und zeigten, wie vielfältig das Gelände heute genutzt wird. Dabei verbindet sie mehrere Themen miteinander: ökologische Bildung, Inklusion, gemeinschaftliches Engagement und die Förderung der Artenvielfalt.
Der Naturgarten macht anschaulich, dass ökologische Veränderung direkt vor der eigenen Haustür beginnen kann. Gleichzeitig bietet die Bonnekamphöhe Menschen die Möglichkeit, gemeinsam zu gärtnern, eigene Fähigkeiten zu entdecken und Natur als Ort des Lernens und der Begegnung zu erfahren.
Wie kann sich die Bonnekamphöhe weiterentwickeln?
Der Blick richtete sich bei dem Besuch nicht nur auf das bereits Erreichte. Die Bonnekamp Stiftung stellte auch ihre Pläne für die kommenden Jahre vor.
Der Naturgarten soll ökologisch und infrastrukturell weiterentwickelt und seine Rolle als außerschulischer Bildungs- und Begegnungsort gestärkt werden. Damit verbunden sind neue Ideen und Vorhaben – und die Frage, welche Kooperationen und Partnerschaften dazu beitragen können, diese Entwicklung zu unterstützen.
Genau hier setzt „SNR auf Tour“ an. Denn häufig entstehen Kooperationen dort, wo Menschen Gelegenheit haben, Projekte unmittelbar kennenzulernen, Fragen zu stellen und gemeinsam über mögliche Anknüpfungspunkte nachzudenken.
Austausch gehört zur Tour
Nach der Führung blieb bei einem gemeinsamen Snack deshalb bewusst Zeit für Gespräche. Die Teilnehmenden tauschten Erfahrungen und Ideen aus und diskutierten darüber, wo sich Verbindungen zwischen der Arbeit der Bonnekamp Stiftung und anderen Akteur ergeben können.
Der Vormittag zeigte damit auch, welchen Mehrwert persönliche Begegnungen innerhalb des Stiftungsnetzwerks bieten können: Projekte werden nicht nur beschrieben, sondern vor Ort erlebbar. Herausforderungen, Ideen und Entwicklungsmöglichkeiten lassen sich im direkten Gespräch vertiefen.
„SNR auf Tour – Projekte suchen Partner“ möchte genau diese Begegnungen ermöglichen: raus aus dem Besprechungsraum, hinein in die Projekte und an die Orte, an denen Engagement und Stiftungsarbeit im Ruhrgebiet konkret werden.
Wir bedanken uns herzlich bei der Bonnekamp Stiftung für die Gastfreundschaft und die offenen Einblicke sowie bei allen Teilnehmenden für den interessierten und anregenden Austausch.
Wir freuen uns schon auf die nächste Station von SNR auf Tour.



